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BIK und Kelag-Connect starten 2023 Glasfaserausbau in sieben Kärntner Gemeinden

12 | Dezember 2022


„Startfreigabe“ für den Ausbau des Glasfasernetzes von Breitbandinitiative Kärnten (BIK) und Kelag-Connect in den Gemeinden Irschen, Oberdrauburg, Kötschach-Mauthen, Hermagor, Bad Bleiberg, Nötsch und Lavamünd. In allen sieben Gemeinden haben mehr als 40 % der möglichen Kundinnen und Kunden einen Vertrag für die Herstellung eines Glasfaseranschlusses unterzeichnet. Das gesteckte Vermarktungsziel konnte in allen sieben Gemeinden erreicht beziehungsweise teilweise deutlich übertroffen werden, in Bad Bleiberg wurden zum Beispiel 44 % erreicht. Nun arbeiten BIK und Kelag-Connect an der Umsetzung. Dazu zählen die Detailplanung und die Bauausschreibung für den Generalunternehmer. Diese Entscheidung soll Anfang 2023 erfolgen, sodass im Frühjahr mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Der derzeit geplante Ausbau soll bis Ende des Jahres 2024 abgeschlossen sein. In den Glasfaserausbau in den Gemeinden Irschen, Oberdrauburg, Kötschach-Mauthen, Hermagor, Bad Bleiberg, Nötsch und Lavamünd investiert die BIK 25 Millionen Euro, die Kelag-Connect investiert 17 Millionen Euro.

 

Es folgen weitere Ausbauschritte
„Es ist sehr erfreulich, dass so viele Bürgerinnen und -bürger in den sieben Gemeinden die gute Gelegenheit beim Schopf gepackt haben und sich einen Glasfaseranschluss ins Haus legen lassen. Den flächendeckenden Ausbau ländlicher Gebiete schaffen wir nur dann, wenn es genug Interessentinnen und Interessenten gibt und hierfür ist die Unterstützung der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister ganz entscheidend“, sagt Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig. Glasfaser sei heute das, was früher einmal die Telefonleitung war: eine unverzichtbare Infrastruktur, die auch kommenden Technologiesprüngen standhalten wird. „Unsere Strategie, die Kärntner Täler gemeinsam mit Partnern aus der Privatwirtschaft auszubauen, findet erfreulicherweise auch beim Fördergeber Bund Anklang — bei den jüngsten Fördercalls konnte die Kärntner Breitbandinitiative mit ihren Projekten große Fördersummen abholen, weshalb bereits die nächsten Ausbauschritte in Vorbereitung sind“, berichtet Schaunig.

 

Die Vertriebsteams haben gute Arbeit geleistet
Die Vertriebsteams von Kelag-Connect sind in allen sieben Gemeinden aktiv gewesen, um den Kundinnen und Kunden die Glasfaser-Technologie zu erklären. „Trotz des grundsätzlich hohen Interesses der Kunden ist es notwendig gewesen, die Vorteile von Glasfaser vor Ort zu erklären, unsere Vertriebsteams haben gute Arbeit geleistet“, sagt Manfred Freitag, Sprecher des Vorstandes der Kelag. „Ich darf mich heute auch bei den Vertreterinnen und Vertretern der sieben Gemeinden bedanken, dass sie unser Projekt tatkräftig unterstützt haben, sodass wir es nun gemeinsam mit der BIK umsetzen können. Während der Planungsphase können weitere Kundenwünsche nach einem Glasfaseranschluss noch berücksichtigt werden. Das ist allerdings nicht mehr zum Aktionspreis von 299,-- Euro möglich, sondern um 599,-- Euro“, sagt Freitag.

In den sieben Gemeinden werden Open-Access-Netze errichtet und von Kelag-Connect betrieben. Manfred Freitag: „Open-Access bedeutet, dass sich die Kundinnen und Kunden ihren Provider aus einer Reihe von Anbietern aussuchen können. Alle Provider nutzen unsere gemeinsame Infrastruktur.“

 

Derzeit läuft die Generalunternehmer-Bauausschreibung
„Nach dem Erreichen des Vermarktungsziels von 40 % in den sieben Gemeinden haben wir im Herbst die Generalunternehmer-Bauausschreibung gestartet“, erläutert Peter Schark, Geschäftsführer der BIK. „Das Bauprojekt der BIK umfasst sieben Ortszentralen, sogenannte Points of Precense (PoP), sie verbinden das neu zu errichtende Glasfaserortsnetz mit dem Backbone-Netz. Zum Projekt gehören überdies 238 km Leitungstrasse und rund 3.000 Kundenanschlüsse. Mit dem Partner Kelag-Connect werden wir insgesamt rund 13.000 Endkunden erreichen.“ Im Februar 2023 will die BIK den Zuschlag an den Bestbieter erteilen, der Bau erfolgt dann bis Ende 2024. Schark: „Die Kelag verfügt bereits über maßgebliche Glasfaserinfrastrukturen. Deshalb wird es möglich sein, bereits während der Bauphase Teile des Netzes in Betrieb zu nehmen. Also werden viele Kunden bereits vor Ende 2024 ultraschnelles Internet via Glasfaser nutzen können.“ Peter Schark bedankt sich beim professionellen Vertriebsteam von Kelag-Connect für die hervorragende Arbeit sowie bei allen Mitwirkenden in den sieben Gemeinden.

 

Glasfasernetz sichert den Wirtschaftsstandort
Christian Hecher, Bürgermeister der Marktgemeinde Bad Bleiberg: „Für unsere Bevölkerung und Betriebe ist der Ausbau des Glasfasernetzes von enormer Bedeutung. Er sichert den Wirtschaftsstandort und bedeutet in Zeiten von Homeoffice die digitale Anbindung an die Zukunft. Dass Glasfasernetz wird zur wichtigen, funktionierenden Infrastruktur wie die Wasserversorgung und das Stromnetz.“ Bürgermeister Christian Hecher hat sich persönlich für einen Glasfaserausbau in seiner Gemeinde eingesetzt. „Für mich ist schon vor Jahren klar gewesen, als das Thema aufgekommen ist, dass das die Zukunft ist und dass wir als Gemeinde alle Anstrengungen unternehmen müssen, um hier vorne dabei zu sein. In den vergangenen zwei Jahren haben wir unsere Hausaufgaben gemacht, bei Tiefbauprojekten Synergien genutzt und Leerrohre mitverlegt. Aus diesen vielen kleinen Insellösungen entsteht jetzt ein großes Ganzes“, betont Hecher. Für die Gesundheits- und Tourismusgemeinde Bad Bleiberg sei die Anbindung an den Datenhighway eine weitere Säule zur Steigerung der Attraktivität. „Wir sind damit bestens gerüstet für den Weg in die digitale Zukunft, in unserem Hochtal wird ein Millionenbetrag in das Glasfasernetz investiert. Durch die Synergien der Partner BIK und Kelag könne der möglichst flächendeckende Ausbau von Hochgeschwindigkeits-Internet in Bad Bleiberg gewährleistet werden“, so der Bürgermeister. „Zusätzlich arbeiten wir daran, dass für jene Gebäude, die sich derzeit nicht im Ausbaugebiet befinden, eine spezielle Lösung gefunden wird.“

 

Größtmöglicher Ausbau des Glasfasernetzes
Manfred Freitag bringt es auf den Punkt: „Wir wollen unsere Position als führender regionaler Glasfaseranbieter in Kärnten stärken und in den kommenden Jahren viele Kundinnen und Kunden in Kärnten ans Glasfasernetz bringen“, kündigt Freitag an. „Unser Ziel ist ein größtmöglicher flächendeckender Glasfaserausbau in den Kärntner Gemeinden. Dieser Infrastrukturausbau ist für uns teilweise betriebswirtschaftlich darstellbar, teilweise sind Kooperationen mit der BIK notwendig.“ Neben dem Projekt mit der BIK in den sieben Gemeinden ist Kelag-Connect derzeit in weiteren 40 Kärntner Gemeinden aktiv. „In den Gemeinden Steinfeld im Drautal und Frantschach-St. Gertraud sind wir bereits in der Bauphase, in Maria Saal, Ferlach und Bleiburg in der Vermarktung.“ Vorbereitende Arbeiten beziehungsweise Bauarbeiten für Open-Access-Glasfasernetze gibt es derzeit auch in Radenthein, Velden, Brückl, Passering und St. Paul im Lavanttal.

 

Kelag-Connect betreut gemeinsam mit den Kelag-Tochterunternehmen RKM, GNK und NETcompany mehr als 3.000 Telekom-Kunden und betreibt schon heute in zahlreichen Gemeinden Open-Access-Glasfasernetze: im Lesachtal, in Steinfeld im Drautal, Spittal an der Drau, Millstatt, Feldkirchen, Arnoldstein, Villach/Faaker See, Althofen, Launsdorf, Kappel am Krappfeld, Zell Pfarre, Völkermarkt und am Klopeiner See.